Aus Lengericher Brandentschädigungsverein wird „Lengericher Versicherung VVaG“

Die Gemeinschaft trägt die Last des Einzelnen. Dafür stehen die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG), erklärte der Geschäftsführer Christian Heskamp. Nach dem 1849 einige Bürger im alten Kirchspiel Lengerich eine Versicherung auf Gegenseitigkeit gründeten, setzte sich das Streben nach Absicherung der Risiken des Lebens fort, so dass sich 1880 der Lengericher Brandentschädigungsverein Gebäudeversicherung und 1890 der Mobiliarversicherungsverein gründete.
Schon vor einigen Jahren stellten sich die Versicherungsvereine neu auf und das Portfolio und Versicherungsangebot wurde erweitert. In den letzten Jahren zeichneten sich aber keine Vorteile mehr durch die Führung von zwei Vereinen ab. Hohe Kosten, enormer Verwaltungsaufwand gepaart mit nahezu identischen Vereinsstrukturen und das Bündeln von Arbeitsprozessen gaben den Anlass, die Vereine zusammenzuführen. Auf den ordentlichen Generalversammlungen im März 2019 hatten die Mitglieder den Vorstand damit betraut, die Angelegenheit zu prüfen und mögliche Schritte einzuleiten. Dipl. Ökonom Mathias Landwehr von der ARGE Rück hatte keine Bedenken, sondern unterstrich noch einmal die Vorteile der Verschmelzung.
Bei den außerordentlichen Mitgliederversammlungen am 8. August 2019 im Gasthof Els in Handrup stimmten die Mitglieder der Mobiliarversicherung und der Gebäudeversicherung nahezu einstimmig der Verschmelzung der beiden Vereine zu. Die Versammlung leitete der Vorsitzende beider Vereine, Heinrich Lampen aus Wettrup. Geschäftsführer Christian Heskamp erläuterte die neue Satzung und gab die Änderungen bekannt, in der auch der neue Name Lengericher Versicherung VVaG beschlossen wurde. Die Lengericher Versicherung wird getragen von ihren Mitgliedern, durch Marktnähe und Innovationskraft werden diese Bedürfnisse erfüllt. Sie betreut an ihrem Geschäftssitz in Lengerich über 2000 Mitglieder und Kunden mit einer Versicherungssumme von über 1 Milliarde Euro.